Von Babytüchern und einem Föhn – Vorbereitungen für ein Fotoshooting

Mein #teamponyliebe Mitglied Eva hat im letzten Jahr schon einige Shootings mit mir erlebt und fasst ihre Erfahrungen rund um die besten Vorbereitungstipps heute für euch auf dem Blog zusammen 🙂

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So ein Pferdefotoshooting bringt doch einiges an Vorbereitungsarbeit mit sich. Man muss ja nicht nur selbst gut aussehen, sondern noch dazu dafür sorgen, dass der Vierbeiner auf den Bildern fantastisch aussieht. Und das ist leichter gesagt als getan.

Mein Pferd Limo wohnt in einer großen Paddockbox und ist absolutes „Draußen-Pferd“. Obwohl ich ihm von seinem Fotoshooting (unser erster Termin im Studio!) erzählt hatte, hat er sich nicht an die Abmachung gehalten, sauber zu bleiben. Klitschnass stand er auf seinem Paddock. Für unser erstes Studiofotoshooting wollte ich ihn gerne einflechten und auf Hochglanz bringen. Nass und mit Matsch Füßen war ich also noch weit davon entfernt…

Im Folgenden habe ich für euch einige Tipps gesammelt, wie ihr auch das schlimmste Matsch Monster zum Strahlen bringen könnt.

 

Von Kopf bis Fuß

Für einen strahlenden Kopf und eine besonders weiße Blesse

Für eine besonders strahlend weiße Blesse könnt ihr ein wenig tricksen, indem ihr mit weißer Tafelkreide die gelblichen Flecken in der Blesse übermalt. Sieht auf den Fotos kein Mensch 😉

Um den Nüstern und den Augen eurer Pferde einen besonderen Glanz zu verleihen, könnt ihr diese mit einem Handtuch und ein wenig Babyöl bearbeiten. Alternativ eignen sich auch Babyfeuchttücher. Aber Achtung, nicht das Pferd darin baden, manchmal ist weniger mehr 😉

 

Mähne

Wenn euer Pferd draußen wohnt und mit starken Nerven ausgestattet ist, lässt sich die Mähne, wenn das Pferd daran gewöhnt ist, super trocken föhnen. Nasse Mähne sieht auf Fotos leider nicht so schön aus und wenn ihr die Möglichkeit habt dies zu vermeiden, solltet ihr das unbedingt machen.

Beim Einflechten der Mähne gibt es unzählige Möglichkeiten, wie ihr diese gestalten könnt. Christina von Herzenspferd hat euch die 7 gängigsten Varianten zusammengefasst und Schritt für Schritt erklärt, wie ihr diese auch an eurem Pferd hinbekommt. Bedenkt bei der Wahl der Frisur unbedingt was am besten zu eurem Outfit und dem geplanten Shooting, sowie zu eurem Pferd passt. Bei einem Indianershooting wären Turnierzöpfe eher fehl am Platz.

Kleiner Tipp vom Profi: Wenn ihr vor habt, eurer Pferd mit Turnierzöpfchen zu versehen,  schneidet die Mähne nicht kurz vorher. Kurze Mähne ist super schwer zu flechten und ihr werdet fluchen. Die Mähne sollte mindestens eine Hand breit sein und darf beim Einnähen gerne noch länger sein, das macht es einfacher.

 

 

Fell

Das Kurzhaar eurer Pferde solltet ihr vor dem Fotoshooting gut enthaaren, damit auf den Bildern nicht die ausgehenden Haare auf euch und dem Pferd zu sehen sind.

Danach bürstet ihr das Pferd am besten mit einer sauberen! Kardätsche und geht danach mit einem leicht feuchten Handtuch (nicht nass!) über das Pferd um den Staub aus dem Fell zu bekommen. Besonders gut eignen sich hierfür auch Mikrofaser Tücher. Die gibt es in jedem Supermarkt und ziehen den Staub magisch an. Danach noch eine großzügige Portion Fellglanz und euer Pferd erstrahlt in vollem Glanz. Wenn es zu eurem Thema und zu eurem Outfit passt kann auch eine Hauch von Glitzerspray nicht schaden.

Mein Lieblingsglitzerspray (ich hab es in Silber) – gut verträglich, super Glitzereffekt und leicht auskämmbar. Gibt es bei z.B. bei Amazon*

Hat euer Pferd weiße Beine, sollten diese vor dem Fotoshooting gewaschen werden. Auch diese könnt ihr, wenn es euer Pferd erlaubt, super trocken föhnen, falls ihr vor dem Shooting in Zeitnot geratet. Sollte es zu kalt sein könnt ihr euch auch hier mit dem Kreide Trick aushelfen und die Abzeichen an den Beinen wieder weiß malen 😉

 

Schweif

Am besten ist es natürlich, wenn ihr die Möglichkeit habt eurem Pferd den Schweif vor dem Fotoshooting zu waschen. Leider ist das nicht immer möglich, denn nicht jeder hat fließendes Wasser am Stall und gerade jetzt im Winter ist es oft auch einfach zu kalt dafür. Alternativ hilft eine ordentliche Portion Mähnenspray und ordentliches Verlesen des Schweifs. Wer gerne einen gewellten Schweif auf seinen Bildern haben möchte, sollte dies unbedingt schon am Vorabend des Shootings machen und ihn über Nacht eingeflochten lassen. Überlegt euch hierbei auch vorher, ob das zu eurem Shooting passt.

 

Hufe

Als Erstes kommt euch vermutlich eine ordentliche Portion Huffett in den Sinn, damit die Hufe ordentlich Glänzen. Auf hartem Boden ist das auch eine sehr gute Idee. Aber bitte denkt unbedingt daran, dass Sand, Waldboden oder Hallenboden sich bei zu viel Huffett an den Hufen festklebt und euer Pferdemodel dann ganz dreckige Füße hat. Tragt deshalb bei einem sandigen Shooting unbedingt weit im Voraus das Huffett auf oder lasst es weg. Einfaches Sauberbürsten mit ein wenig Wasser ist in diesem Fall dann besser.

 

Ausrüstung und Shooting Accessoires

Bedenkt bei den Vorbereitungen für euer Shooting unbedingt, dass auch eure Ausrüstung auf Hochglanz geputzt sein sollte und überlegt euch vorher was ihr eurem Pferd gerne anziehen möchtet.

Es ist wichtig ein stimmiges Bild zu haben, auf dem alles passt und auf dem ihr und euer Pferd sich wohl fühlt. Entscheidet euch für ein Outfit und einen Look den ihr gerne tragt und der zu euch passt, dann werdet ihr auf jeden Fall großartig aussehen!

Und den Rest macht dann der Fotograf… (oder Photoshop 😛 )

So sah Limo übrigens dann im Studio aus:

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Lesenswert:

Tipps und Tricks rund um ein Shooting mit wunderschönem Wallekleid kriegst du bei ponyliebe.com

Weiteres Wissenswertes rund um Fotoshootings kannst du bei Pferdespiegel nachlesen.

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